Sprechstunde für zerebrale Sehstörungen

Wer nicht mehr richtig sehen kann, verliert ein Stück Lebensqualität, denn mangelnde Sehfähigkeit kann zu erheblichen Beeinträchtigungen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit führen. In der Regel geht ein vermindertes Sehvermögen auf eine Schädigung von Augen oder Sehnerv zurück – sind beide aber intakt, liegt die Ursache für die Sehschwäche meist an einer gestörten Sehverarbeitung im Gehirn. Solche zerebralen Sehstörungen sind häufig Folge eines Schlaganfalls oder einer Schädel-Hirn-Verletzung; sie betreffen etwa 100.000 bis 200.000 Menschen pro Jahr.

Sehtherapie

Sehstörungen, die als Folge einer Hirnschädigung aufgetreten sind, können vielfältig sein. So können sich in umschriebenen Gesichtsfeldstörungen äußern oder aber auch komplexe Teilleistungen des Sehens betreffen wie die  Licht-, Form-, Farb-, Muster-, Bewegungs- und Richtungserkennung. In seltenen Fällen kann es bei einer ausgeprägten beidseitigen Schädigung der Sehrinde auch zu einer kortikalen Blindheit kommen, wo allenfalls nur noch eine rudimentäre Wahrnehmung von Hell-/Dunkel- und Bewegungsreize besteht. Einige dieser Sehstörungen lassen sich durch spezielle computergestützte Programme behandeln.

In der Sprechstunde wird geprüft, ob der Patient für eine Therapie mit einem der hier entwickelten computergestützten Programme geeignet ist und ob er insbesondere über die nötige Konzentrationsfähigkeit verfügt. Liegen begleitende neuropsychologische Störungen vor, wie ausgeprägte Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen, kann auch eine kurze stationäre Untersuchung notwendig sein. Je nach Art der Sehstörung werden bei der Eingangsuntersuchung eine Gesichtsfeldmessung (Computerkampimetrie) durchgeführt und Funktionen der Sehverarbeitung getestet.

Kontakt

Sie können telefonisch oder per mail Kontakt mit uns aufnehmen (martin.tegenthoff@bergmannsheil.de). Bitte senden Sie uns relevante, die Sehstörung betreffende Befunde vorab an die rechts angegebene Adresse zu, so dass wir bereits im Vorhinein klären können, ob eine ambulante oder stationäre Vorstellung sinnvoll ist.

  Direktor

Prof. Dr. Martin Tegenthoff

Neurologische Universitätsklinik und Poliklinik
Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum

Sekretariat :
Miriam Kroos

  0234-302-6809   0234-302-6888 miriam.kroos@bergmannsheil.de