Reha-Management

Als Handchirurgiezentrum ist die Klinik für Plastische Chirurgie in der Lage, sämtliche Verletzungen der Hand vollumfänglich zu behandeln. Die Kernkompetenz stellt die Akutversorgung von schwersten Handverletzungen dar, die nach dem Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in zugelassenen Zentren behandelt werden.

Die vollumfängliche Behandlung kann erst durch eine intensive und gut abgestimmte Nachbehandlung komplettiert werden. Insbesondere nach Handoperationen gefährdet eine falsche oder nicht adäquat durchgeführte Nachbehandlung das Operationsergebnis und damit die gesamte Handfunktion. Das Berufsgenossenschaftliche Universitätsklinikum Bergmannsheil bietet dabei sämtliche Therapieformen und Reha-Maßnahmen, die von der DGUV für die Handrehabilitation vorgesehen sind, in Kooperation mit dem Rehabilitationszentrum medicos.AufSchalke an.

Die verschiedenen Maßnahmen richten sich nach der Schwere und dem Heilungsverlauf:

 Erweiterte ambulante Physiotherapie (EAP)

Sollte eine intermittierende ambulante Physiotherapie für den Belastungsaufbau oder die Wiedererlangung der Handbeweglichkeit nicht ausreichen, wird in der Regel eine EAP verordnet, bei der die Patienten täglich mit einem zeitlichen Umfang von zwei Stunden von unserem Therapeutenteam im Bergmannsheil behandelt werden.

 Stationäre Reha-Abklärung (SRA)

Sie dient der weiteren Heilverfahrensplanung, wenn Heilungsfortschritte ausbleiben oder sich verzögern. Zum Beispiel kann im Rahmen einer SRA die Überprüfung einer OP- oder Revisionsindikation erfolgen, wenn dafür umfangreiche Diagnostikverfahren erforderlich sind.

 Berufsgenossenschaftliche stationäre Weiterbehandlung (BGSW)

Die BGSW ermöglicht die stationäre Rehabilitation im unmittelbaren Anschluss an die Akutphase bei Handverletzungen. Sie wird zur Optimierung des Rehabilitationserfolgs durchgeführt, wenn aus handchirurgischer Sicht ambulante Leistungen, wie die EAP, als nicht ausreichend erscheinen.

 Arbeitsplatzbezogene muskuloskeletale Rehabilitation (ABMR)

Bei speziellen Handverletzungen kann eine stationäre Rehabilitation im Sinne einer ABMR erforderlich werden, wenn bestimmte arbeitsrelevante Aktivitäten in die Therapie integriert werden sollen. Zur Anwendung kommen hierbei neben Physio- und Ergotherapie auch Arbeitssimulationen und Praxistraining.

 Komplexe stationäre Rehabilitation (KSR)

Die KSR stellt eine Sonderform der stationären Rehabilitation dar, die vor allem für Patienten mit komplizierten oder verzögerten Heilungsverläufen geeignet ist. Das Therapieprogramm umfasst u.a. Physiotherapie, Ergotherapie, Sporttherapie und Physikalische Therapie. Sie wird unter täglicher Begleitung des Handchirurgen und des Therapeutenteams kontinuierlich angepasst und optimiert. Neben rein therapeutischen Maßnahmen kann während der KSR auch auf umfangreiche diagnostische Mittel zurückgegriffen werden, um eventuelle Ursachen eines verzögerten Heilungsverlaufes zu eruieren. Medizinisch steht hierbei ein Team aus Handchirurgen, Unfallchirurgen, Orthopäden, Schmerztherapeuten, Neurologen und Psychologen zur Verfügung.

 Heilverfahrenskontrollen

Eine weitere Hauptaufgabe der Klinik. Diese werden zumeist bei komplizierten oder verzögerten Heilverläufen von den Berufsgenossenschaften und Unfallkassen angefordert und werden bei uns durchgeführt. Das Ziel ist es hierbei, das Heilverfahren von auswärtigen Patienten zu steuern und gegebenenfalls das medizinische oder rehabilitative Vorgehen zu optimieren. Heilverfahrenskontrollen finden bevorzugt donnerstags zwischen 10 und 13 Uhr und nach Terminvereinbarung jederzeit statt.

 

 

  Ansprechpartner

Dr. med. Kamran Harati

Universitätsklinik für Plastische Chirurgie und Schwerbrandverletzte, Handchirurgiezentrum, Operatives Referenzzentrum für Gliedmaßentumoren

Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil

Bürkle-de-la-Camp-Platz 1

44789 Bochum

  0234-302-3445   0234-302-6851   kamran.harati@bergmannsheil.de