Krankenhaushygiene

Krankenhaushygiene

Dem Gesundheitsschutz von Patienten und Personal gilt unsere höchste Aufmerksamkeit. Dazu steht das Team der Krankenhaushygiene bereit, bestehend aus einer Fachärztin für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie, einer leitenden Hygienefachkraft, vier Hygienefachkräften, fünf hygienebeauftragten Ärzten in  den verschiedenen Fachabteilungen und 32 Hygienebeauftragten in der Pflege auf allen Stationen.

Die Krankenhaushygiene befasst sich mit der Vermeidung, Erfassung und Bewertung von Krankenhausinfektionen. Dazu arbeitet sie mit allen Abteilungen und Berufsgruppen zusammen, um bestehende Risiken für Infektionen auch abteilungsspezifisch bewerten zu können.

Alle Hygienemaßnahmen mit direktem Patientenbezug sind in einem Hygieneplan verbindlich für alle Mitarbeiter festgelegt und werden fortlaufend aktualisiert. Die Umsetzung dieser Maßnahmen wird von den Hygienefachkräften, den hygienebeauftragten Ärzten und den Hygienebeauftragten in der Pflege begleitet.

Alle Mitarbeiter werden mindestens jährlich durch das Hygienepersonal zu den hygienerelevanten Vorschriften und zur Händehygiene geschult.

Durch regelmäßige Vor-Ort-Begehungen in allen Bereichen werden die Gegebenheiten auf den Stationen und in den Abteilungen überprüft.

Seit über  zehn Jahren werden Erreger mit besonderen Resistenzen und Krankenhausinfektionen in Anlehnung an das KISS-System statistisch erfasst und ausgewertet.

 Multiresistente Erreger (MRE)

Multiresistente Erreger nehmen weltweit zu. Um das Risiko einer Verbreitung von resistenten Keimen einzudämmen, werden die Patienten bei der Aufnahme analog den Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) auf Multiresistente Erreger  (MRSA, VRE, MRGN) untersucht. Darüber hinaus erhalten Patienten bei  der Aufnahme auf Intensivstationen oder in bestimmten Risikobereichen generell ein solches Screening. Im Falle eines Nachweises solcher Erreger werden besondere Schutzmaßnahmen ergriffen, um eine Weiterverbreitung zu unterbinden.

 Krankenhausinfektions-Surveillance-System (KISS)

Die Krankenhaushygiene erhebt kontinuierlich Daten von infektiologisch bedeutsamen Erregern und Infektionen und gleicht diese Daten mit den nationalen Daten des Krankenhausinfektions-Surveillance-System (KISS) ab. Desgleichen werden routinemäßig Erhebungen zu durchgeführten Händedesinfektionen und zum Verbrauch an Händedesinfektionsmittel durchgeführt, dabei liegen die Ergebnisse im Bergmannsheil durchweg oberhalb der Durchschnittswerte des KISS.

 Hygienekommission

Die Hygienekommission unter Leitung des Ärztlichen Direktors, Prof. Dr. Thomas A. Schildhauer, tagt routinemäßig zweimal jährlich, um die aktuellen Belange der Krankenhaushygiene zu besprechen.

 Antibiotikakommission

Um eine Selektion weiterer resistenter Erreger zu vermeiden, ist eine zielgerichtete, rationale Antibiotikatherapie erforderlich. Dazu werden hausinterne Leitlinien zur Antibiotikatherapie erstellt und regelmäßig aktualisiert. Die Antibiotikatherapien und Verbräuche werden in den einzelnen Abteilungen besprochen.

 Arbeitskreise

Die Krankenhaushygiene nimmt an folgenden Arbeitskreisen teil:

  • Hygienearbeitskreis der Ruhr-Universität Bochum (RUB)
  • Modellregion Hygiene Ruhrgebiet
  • AG-Hygiene der  BG Kliniken – Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung

  Leitung

Dr. Veronika Knop-Hammad

Abteilung für Krankenhaushygiene

Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum

Bergmannsheil gGmbH

Bürkle-de-la-Camp-Platz 1

44789 Bochum

  0234-302-3548   krankenhaushygiene@bergmannsheil.de

  Weitere Ansprechpartner

Michael Sichelschmidt
Fachkrankenpfleger für Intensivpflege, Anästhesie und Krankenhaushygiene
Telefon: 0234/302-3547

Melanie Haupt
Fachkrankenschwester für Krankenhaushygiene
Telefon: 0234/302-3486