Schlafstörungen

Entsprechend der internationalen Klassifikation der Schlafstörungen werden über 80 Schlafstörungen abhängig von Ursache und Auftreten unterschieden.

Um sich besser zurechtzufinden und schneller einen Ansprechpartner zu finden, teilen wir den nicht-erholsamen Schlaf bzw. die Schlafstörungen aus pragmatischen Gesichtspunkten wie folgt ein:

  • Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnien)

    • Es bestehen Einschlafschwierigkeiten, ein häufiges Erwachen in der Nacht, Schwierigkeiten beim Wiedereinschlafen, ein zu frühes Erwachen am Morgen, das Gefühl, "nicht richtig tief zu schlafen", Klagen über nicht-erholsamen und zu wenig Schlaf.

  • Schlafbezogene Atmungsstörungen

    • Es bestehen Atemstörungen im Schlaf mit Aussetzung der Atmung, Erstickungsanfällen, Schnarchen oder einem auffälligen Atemrhythmus. Zu den schlafbezogenen Atmungsstörungen zählen auch das Obesitas-Hypoventilationssyndrom. Hier kann sich im Falle einer unzureichenden nicht-invasiven Beatmung eine Schnittstelle zur invasiven Beatmung und damit klassischen Beatmungsmedizin finden. Patienten mit invasiver Beatmung werden auf unserer Intermediate Care-Station (IMC) oder Intensivstation versorgt.

  • Störungen mit vermehrter Tagesschläfrigkeit (Hypersomnien)

    • Es bestehen Probleme, tagsüber wach zu bleiben, ein ungewolltes Einschlafen oder Einnicken am Tage, das Gefühl, trotz ausreichender Schlafdauer, meistens schläfrig zu sein. Auch die Narkolepsie wird hierunter eingeordnet.

  • Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus

    • Es bestehen Probleme, zur "normalen" Zeit schlafen zu können. Die Betroffenen gehen wesentlich früher oder wesentlich später zu Bett, können dann aber ausreichend Schlaf finden. Ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus ist nicht auszumachen.  Hierunter zählt auch das Schichtarbeiter-Syndrom und der Jetlag.

  • Während des Schlafens auftretende Störungen/Auffälligkeiten ( Parasomnien)

    • Hierunter fallen unter anderem das Schlafwandeln, das Sprechen im Schlaf, das Zähneknirschen, aber auch das plötzliche, verwirrte Aufschrecken aus dem Schlaf, heftiges Träumen und das Schlagen im Schlaf

  • Schlafbezogenen Bewegungsstörungen

    • Hierunter zählen wir unter anderem das Restless-Legs-Syndrom (RLS), periodische Gliedmaßenbewegungen (PLMS/PLMD), Zuckungen oder Krämpfe im Schlaf.

  • Isolierte Symptome, Normvarianten und ungeklärte Beobachtungen

  Pneumologische Schlaf- und Beatmungsmedizin

Dr. Juliane Kronsbein

Medizinische Universitätsklinik III -
Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin
Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum

Sekretariat :
Anja Maassen

  0234-302-6800 anja.maassen@bergmannsheil.de

  Neurologische Schlafmedizin

Priv.-Doz. Dr. Oliver Höffken

Neurologische Universitätsklinik und Poliklinik
Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum

  0234-302-6812 oliver.hoeffken@bergmannsheil.de