Berufsgenossen­schaftliches Reha-Konzept

Berufsgenossenschaftliches Reha-Konzept

Heilen und Helfen mit allen geeigneten Mitteln – das zentrale berufsgenossenschaftliche Leitmotiv beschreibt den Auftrag und Anspruch des Bergmannsheil, Menschen nach einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit schnell, kompetent und umfassend zu versorgen. Das Leistungsspektrum reicht dabei von der Akutversorgung bis zur Rehabilitation, um Menschen nach einem schweren Schicksalsschlag die Rückkehr in ihr soziales und berufliches Umfeld zu ermöglichen. Integrierte Therapiekonzepte, eine spitzenmedizinische Versorgung und eine individuelle Patientenbetreuung durch spezialisierte Reha-Manager schaffen dafür beste Voraussetzungen.

Damit Menschen nach einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit optimal versorgt werden können, bietet die gesetzliche Unfallversicherung mit den Berufsgenossenschaften und Unfallkassen ein eigenes Reha-Management und ein spezielles Heilverfahren an. Das hoch spezialisierte, umfassende Behandlungskonzept wird insbesondere geleistet von berufsgenossenschaftlichen Unfallkliniken wie dem Bergmannsheil. Die Klinik verfügt über spezielles, unfallmedizinisches Know-how zur Versorgung von polytraumatisierten Patienten, Patienten mit Querschnittlähmung, Schädel-Hirn- sowie Brandverletzungen. Als Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum gewährleistet das Bergmannsheil zudem eine Patientenversorgung auf höchstem medizinischen Niveau und auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Das Reha-Management wird in erster Linie bei Arbeitsunfällen eingesetzt, bei denen eine Arbeitsunfähigkeit des Betroffenen von mindestens sechzehn Wochen prognostiziert oder dieser Zeitraum überschritten wird. Auch, wenn der Verlust des Arbeitsplatzes droht, kann das BG-liche Reha-Management zur Anwendung kommen. In Einzelfällen können auch Berufskrankheiten in das Reha-Management einbezogen werden.

Im Zentrum des Reha-Managements steht die individuelle, persönliche Beratung und Begleitung der Patienten: Sie setzt möglichst schon während der Akutphase der Patientenversorgung ein und beruht auf der partnerschaftlichen Zusammenarbeit aller Beteiligten – den Versicherten, Ärzten, Arbeitgebern und Reha-Managern. Alle notwendigen Maßnahmen des Heilverfahrens und der beruflichen Wiedereingliederung werden durch das Reha-Management koordiniert.

Gesteuert wird das Rehabilitationsverfahren durch einen individuellen Reha-Plan: Er bietet eine verbindliche Grundlage der Therapie für alle Beteiligten. Die frühzeitige Planung ermöglicht es, alle nötigen therapeutischen Maßnahmen sinnvoll miteinander zu vernetzen und somit ein integriertes Behandlungskonzept zu entwerfen. Im Dialog zwischen Reha-Managern, Ärzten, Therapeuten und Versicherten werden Therapien abgestimmt und Rehabilitationsmaßnahmen auf die speziellen Arbeitsplatz-Anforderungen des Patienten ausgerichtet. Der Arbeitgeber wird dabei frühzeitig in die Rehabilitationsplanung eingebunden, um die Rückkehr seines Mitarbeiters an den Arbeitsplatz besser planen zu können.

Auch bei schwierigen oder langwierigen Therapieverläufen können durch das Reha-Management Komplikationen oder Hindernisse frühzeitig erkannt und aktiv behoben werden. Gemeinsames Ziel aller Beteiligten ist es, die zügige und nachhaltige Wiedereingliederung des Versicherten in das Arbeitsleben ebenso zu erreichen wie ihn dabei zu unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft zu führen – und zwar mit allen geeigneten Mitteln.  

  Kontakt Reha-Zentrum

Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil

Reha-Zentrum

Bürkle-de-la-Camp-Platz 1

44789 Bochum

  0234-302-6630   rehazentrum@bergmannsheil.de