Neue Biomaterialien

An Biomaterialien müssen besonders hohe Maßstäbe bezüglich Funktion, Sicherheit und der jeweiligen Gewebeverträglichkeit (Biokompatibilität) gestellt werden.

Die zunehmende Anzahl unterschiedlicher Implantatmaterialien in der Klinik bei stetigen Neu- und Weiterentwicklungen von Biomaterialien erfordert eine schnelle und besonders auch präklinische Testung im Labor hinsichtlich Biokompatibilität und den neuen Möglichkeiten einer Biofunktionalisierung. Bei dem letzteren Aspekt will man das Biomaterial so gestalten, dass z.B. durch eine besondere Oberflächentopologie - sei es als Makro, Mikro- oder sogar als Nanostruktur oder durch Beschichtungen - eine aktive Interaktion mit dem umgebenden Gewebe im Sinne einer besseren Gewebsintegration erzielt wird. Hier sind also biochemische und biologische Wechselwirkungen mit dem Empfängergewebe gewollt und erwünscht. Ein weiterer Faktor bei der Entwicklung von Implantatmaterialien ist der Wunsch,  die Anheftung von pathogenen Mikroorganismen zu minimieren oder sogar zu verhindern.  Kann man das Infektrisiko durch Einsatz neuer Metall-Biomaterialien beeinflussen? Diese Frage ist auf dem Hintergrund zunehmender mikrobieller Antibiotika-Resistenzen und stetig steigender Prothesenzahl ein hochaktuelles Thema in der Chirurgie.

  Leitung

Prof. Dr. Manfred Köller

Chirurgische Universitätsklinik -
Chirurgische Forschung
Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil
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44789 Bochum

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