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Bei THINK dreht sich alles ums Gehirn

Bergmannsheiler beteiligt an neurowissenschaftlichem Forschungsverbund

Hochinnovative neurowissenschaftliche Forschung von hoher gesellschaftlicher Bedeutung: Dafür steht THINK. Hinter diesem Kürzel verbirgt sich das Zentrum für Theoretische und Integrative Neuro- und Kognitionswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, an dem auch Forscher des Bergmannsheils beteiligt sind. Dieses Netzwerk bündelt neurowissenschaftliche Grundlagenforschung und die Entwicklung von kognitiv-technischen Systemen, die beispielsweise neue Lösungen im Bereich der neurorehabilitativen Medizin und für die Arbeitswelt von morgen möglich machen sollen. Nach der positiven Bewertung des Projektes durch den Wissenschaftsrat wird THINK in den nächsten Jahren einen eigenen Forschungsbau erhalten – geplantes Investitonsvolumen: rund 90 Mio. Euro. In dem Neubau sollen die verschiedenen Arbeitsgruppen fach- und projektübergreifend agieren und somit optimale Voraussetzungen für die interdisziplinäre Zusammenarbeit vorfinden. Grundlagenforschung und angewandte Forschung sollen hier räumlich zusammengeführt und somit ein neuer Raum für innovative Konzepte geschaffen werden, um theoretische Forschungserkenntnisse direkt in technische und medizinische Anwendungen zu überführen.  

In dem breit aufgestellten Verbund mit Fachbereichen wie Neurobiologie, Neurologie, Psychologie, Psychiatrie, computergestützte Modellierung und Philosophie des Geistes repräsentieren Forscher des Bergmannsheils den Bereich der klinischen Forschung. Namentlich beteiligt sind Prof. Dr. Martin Tegenthoff, Direktor der Neurologischen Universitätsklink, Prof. Dr. Thomas A. Schildhauer, Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik und PD Dr. Burkhard Pleger, Oberarzt der Neurologischen Universitätsklinik. Von derzeit insgesamt 37 beschriebenen Einzelprojekten sind die Bergmannsheil-Forscher in 10 Projekten eingebunden. Die Themen betreffen zum Beispiel die Erforschung von spezifischen Problemlösungsprozessen im Gehirn, die Behandlung von Menschen mit psychischen Störungen durch Einsatz virtueller Realitäten oder die Erprobung und Weiterentwicklung innovativer Robotersysteme für die Neurorehabilitation von Menschen mit Schlaganfall oder Querschnittlähmung. Auch grundlegende Fragestellungen, wie sich beispielsweise unser Selbst überhaupt in einer virtuellen Realität verkörpert oder wie taktile Informationen beim Ertasten von Objekten im Gehirn verarbeitet werden, werden mit modernsten Methoden und in multidisziplinärer Perspektive untersucht.

„THINK bildet den Rahmen für Spitzenforschung, um der neurowissenschaftlichen und angrenzenden Kognitionsforschung einen weiteren deutlichen Schub zu verleihen - auch zur konkreten Lösung von Zukunftsproblemen unserer Gesellschaft“, sagt Prof. Tegenthoff, Mitglied des Vorstands von THINK. Hier können die Forscher auf bereits bestehende und eingespielte Strukturen, Verbundprojekte und Sonderforschungsbereiche der DFG sowie nationale und internationale Kooperationen zurückgreifen. Dabei werden Themen bearbeitet, die in weiten Teilen auch hochinteressant für die gesetzlichen Unfallversicherungsträger und die Entwicklung von innovativen Therapien der berufsgenossenschaftlichen Versorgung sein können. Beispielsweise könnten die gewonnenen Erkenntnisse weitreichende Auswirkungen auf die Arbeitswelt der Zukunft haben, in der das Zusammenspiel von menschlicher und künstlicher Intelligenz schon heute radikale Veränderungen mit sich bringt. Aber auch die Entwicklung von innovativen neurorehabilitativen Verfahren und Neuroprothesen, die gedankengesteuert arbeiten, könnten die Versorgungsmöglichkeiten speziell auch für Patienten nach einem Arbeitsunfall revolutionieren.  Für die Arbeit der Wissenschaftler stehen in dem geplanten rund 100 Meter langen und 45 Meter breiten viergeschossigen Gebäude modernste Technik und Ausstattung zur Verfügung. Das Gebäude soll auf dem alten Opel-Gelände an der Wittener Straße in Bochum entstehen, Bauherr ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW.

  Kontakt

Robin Jopp

Unternehmenskommunikation
Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil gGmbH
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum

  0234-302-6125 robin.jopp@bergmannsheil.de