Presse (Einzelansicht)

Rückenschmerz: Bewegung ist meist das A und O

Experten des Bergmannsheil klärten im „Blue Square“ über Rückenleiden auf

Rückenschmerz betrifft fast jeden Menschen mindestens einmal in seinem Leben, ist einer der häufigsten Gründe für Arbeitsunfähigkeit und beeinträchtigt mitunter erheblich die Lebensqualität. Doch mit einer auf den Patienten angepassten Therapie lassen sich oft erhebliche und dauerhafte Heilungserfolge erzielen. Diese Botschaft vermittelten der Schmerzmediziner Dr. Dr. Andreas Schwarzer und der Neurochirurg Prof. Dr. Ramón Martínez-Olivera vom Bergmannsheil beim „Blickpunkt Gesundheit“ am vergangenen Montag im „Blue Square“ in Bochum.

Rückenschmerz meist unspezifisch

„Rückenschmerzen sind in den allermeisten Fällen unspezifischer Natur, es lässt sich hier also keine eindeutige Ursache feststellen“, sagte Dr. Schwarzer, kommissarischer Leitender Arzt der Abteilung für Schmerzmedizin. Wichtige Bausteine der Therapie wären dann vor allem eine angepasste Bewegungstherapie und die möglichst weitgehende Beibehaltung der normalen Aktivität. Medikamente könnten begleitend und vorübergehend eingesetzt werden. Allerdings: „Die Wirkung von Medikamenten für die Linderung des Rückenschmerzes wird sehr häufig überschätzt“, so Dr. Schwarzer. Nicht selten gäbe es psychische Faktoren, die die Schmerzsituation des Patienten beeinflussten. Dann sei es sinnvoll, das Konzept um eine psychotherapeutische Mitbehandlung zu erweitern.

Schonende OP-Verfahren

Prof. Martínez-Olivera, Leitender Arzt der Abteilung BG Neurochirurgie und Neurotraumatologie, ging auf spezifische Ursachen von Rückenschmerzen ein. Diese ließen sich heutzutage dank moderner Verfahren konservativ und operativ oft sehr gut und nachhaltig behandeln. Dazu zählten zum Beispiel der Bandscheibenvorfall, die Verengung des Nervenkanals, das Wirbelgleiten sowie Wirbelkörperfrakturen oder Tumoren. „Eine Operation kommt nur in Frage, wenn sie aller Voraussicht nach einen deutlichen Nutzen für den Patienten bringt, also insbesondere die Verbesserung des Schmerzzustandes bzw. einen Gewinn an Funktionalität und Beweglichkeit“, so Prof. Martínez-Olivera. Wenn eine Operation unumgänglich sei, so könne oft mit sehr gewebeschonenden Verfahren mittels OP-Mikroskop oder Endoskop behandelt werden.

  Kontakt

Robin Jopp

Unternehmenskommunikation
Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil gGmbH
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum

  0234-302-6125 robin.jopp@bergmannsheil.de