Restless Legs Syndrom (RLS)

Was ist RLS?

Bei dem Restless Legs Syndrom, kurz RLS, oder übersetzt: Erkrankung der unruhigen, ruhe- oder rastlosen Beine treten die Beschwerden in Zuständen der Ruhe und Entspannung auf. In der Regel zeigt sich eine tageszeitliche Abhängigkeit mit einer Zunahme  zum Abend oder der Nacht, wobei die Beschwerden auch schon am Tage bei ruhigem Sitzen oder Liegen auftreten kann.

Betroffene beschreiben das  unangenehme Gefühl in den Beinen und/oder Füßen (seltener auch in den Armen und/oder Händen) recht unterschiedlich, zumeist jedoch als ein Kribblen, Spannen, Ziehen, Reißen, Schmerz oder Stau. Diese Missempfindungen können einseitig, beidseitig oder auch abwechselnd auf der einen oder anderen Seite auftreten und führen zu einem unwiderstehlichen Drang, sich zu bewegen, die betroffenen Muskeln anzuspannen oder zu dehnen.

Beim RLS, welches bei quälender Unruhe in den Gliedmaßen und der nicht zu unterdrückende Bewegungszwang zu deutlichen Störungen in der Einschlafphase führen kann, können aber auch Begleiterscheinungen im Sinne von periodischen Zuckungen der Beine oder Arme im Schlaf (Periodic Limb Movements (kurz: PLM)) auftreten. Diese wiederum führen bei einigen Betroffenen, ohne dass dieses ihnen bewusst ist, zu einer zusätzlichen Störung des Schlafes durch wiederholtes kurzes Aufwachen. Die Folgen können in schweren Fällen zu einer chronischen Schläfrigkeit/ Müdigkeit am Tage, Antriebslosigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, Unruhe, Vergesslichkeit und einer Verschiebung des Tag-und-Nacht-Rhythmus führen.

Periodische nächtliche Beinbewegungen können aber auch unabhängig von einem RLS bestehen und die Schlafarchitektur stören.

 Häufigkeit

Untersuchungen haben gezeigt, dass ca. 5-10% der Bevölkerung in Deutschland im Laufe ihres Lebens Erfahrungen mit dem RLS machen. Somit ist es eines der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Die Störung tritt betont bei Frauen und älteren Menschen auf, wobei die Symptome bei ca. 80 % der Betroffenen nur sehr schwach ausgeprägt sind, so dass eine medikamentöse Therapie bei ihnen nicht notwendig ist.

 Ursachen

Bis zu 60% der Betroffenen ist das RLS genetisch bedingt und wurde von einem Elternteil vererbt. Hierbei spricht man von der idiopathischen Form oder dem primären RLS. Erkrankungen mit Störungen der Nierenfunktion, des Eisenstoffwechsels, des Nervensystems  (Polyneuropathie) können Ursachen für ein sekundäres RLS sein. Aber auch Medikamente können ein RLS verstärken.

 Diagnose

Zumeist kann anhand der Beschwerdeschilderung der Betroffenen schon die Diagnose gestellt werden. Bei nicht eindeutiger Zuordnung der Symptome zur Abgrenzung einer anderen Störung oder bei dem Verdacht einer sekundären Form sind gegebenenfalls weitere diagnostische Schritte notwendig, die mit Ihnen besprochen werden.

 Therapie

Bei der Therapie des RLS werden medikamentöse von nicht-medikamentösen Therapieansätze unterschieden, wobei die Therapie des RLS von vielen Faktoren abhängig ist: Art und Verteilung der Beschwerden, Alter, Begleitmedikation, Begleiterkrankungen, Störungen der Nachtschlafes etc.

Im Rahmen eines ärztlichen Gespräches werden die Therapiealternativen mit Ihnen besprochen.

  Pneumologische Schlaf- und Beatmungsmedizin

Dr. Juliane Kronsbein

Medizinische Universitätsklinik III -
Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin
Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum

Sekretariat :
Anja Maassen

  0234-302-6800 anja.maassen@bergmannsheil.de

  Neurologische Schlafmedizin

Priv.-Doz. Dr. Oliver Höffken

Neurologische Universitätsklinik und Poliklinik
Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum

  0234-302-6812 oliver.hoeffken@bergmannsheil.de